Die Konradiner

Das Adelsgeschlecht der Konradiner

Wilhelm Dilich, Vedute von Weilburg
Wilhelm Dilich, Vedute von Weilburg
Radierung, vor 1605
aus: Hessische Chronica, Kassel 1605

König Konrad I. stammte aus der Familie der Konradiner, einer fränkischen Grafenfamilie, deren Herrschaft sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts über das gesamte Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen und darüber hinaus erstreckte. Im Stammesgebiet der Franken hatten die Konradiner zu dieser Zeit unbestritten die Führungsposition inne und zählten auch auf der Reichsebene zu den einflussreichsten Kräften in Ostfranken. In der Wilinaburg zu Weilburg, dem Stammsitz der Familie, wurde Konrad etwa um 880/885 als ältester Sohn des Grafen Konrad d. Ä. geboren. Ihm folgten die Brüder Eberhard und Otto sowie eine Schwester, deren Name nicht bekannt ist.
Der ursprüngliche Herrschaftsraum der Konradiner lag wohl im fränkischen Siedlungsgebiet an Maas und Mosel und konzentrierte sich insbesondere in der Region um Trier. Von dort aus stießen sie in das mittlere Rheintal und bis zur oberen Lahn hin vor. Das erste urkundlich (832) im Lahngebiet sicher nachweisbare Mitglied dieses Geschlechts ist Gebhard, Graf im Niederlahngau. Angehörige des Geschlechts an hervorragender Stelle im Reichsregiment mitwirkten, konnten sie ihre Herrschaft konsolidieren und erweitern. So verfügte schließlich Konrad der Ältere, der Vater von König Konrad, über die Grafschaften im Oberlahngau, im Hessengau, im fränkischen Gozfeld und im Wormsfeld. Seine Brüder Gebhard und Eberhard bekleideten die Grafenämter in der Wetterau, im oberen Rheingau und im Niederlahngau.

INIATIVE: Konrad - der König, der aus Hessen kam
INIATIVE: Konrad - der König, der aus Hessen kam